unsere nächste Reise beginnt morgen Früh und alles weitere dazu ist unter www.perupagos.de zu finden, also schaut rein und vergesst den Gästebucheinrag nicht :-)

Ja, wie Ihr seht, herrscht hier noch Leben. Und im Hintergrund läuft schon die Gestaltung der Reiseplanung für unsere nächste Reise. Diese führt uns diesmal nach Südamerika. Um genau zu sein, nach Peru.

Und das ganze für 4 Wochen. Geplant sind natürlich unter anderem der Inka-Trail. Um das ganze in einem würdigen Rahmen ab zu schliessen, werden wir noch 1 Woche Galapagos ranhängen.

Reisezeitraum: 24.04. – 21.05.2010

Also schaut rein, es geht bald wieder mit Bloggen los.

18.05.2008

Wir leben noch

Ja, es fehlen noch zwei letzte Einträge und noch so ein paar Kleinigkeiten, aber keine Bange, wir haben die Seite noch nicht vergessen:-)

Seid gestern ist das Gaestebuch wieder on und funktioniert, es gibt eine neue, verbesserte Galerie und noch ein paar kleinere Updates.

In den nächsten Tagen werden die letzten Einträge hinzugefügt, die Galerie um einige Bilder (und vielleicht auch das ein oder andere Video) erweitert und es kommen noch ein oder zwei Sektionen hinzu.

Würd mich über Kommentare freuen um zu sehen, dass hier hin und wieder noch jemand vorbei schaut.

Viele Grüße

Da ist er angebrochen, der letzte volle Tag in Cairns. Nur wir sind davon noch nicht wirklich ueberzeugt. Warum wir uns das allerdings antun und schon um 05:45 Uhr das Bett verlassen und aufstehen, bleibt uns ein Raetsel.

Wie dem auch sei, wir haben es aus dem Bett geschafft, wobei Jessy bei mir natuerlich Schwerstarbeit leisten musste. So schlichen wir erstmal zum Fruehstueck. Wir hatten gerade die erste Tasse Kaffee alle und ein Toast eingeworfen, da war es schon halb sieben und unser Fruehstueck beendet.

Auf gings zur Rezeption und kaum dort angelangt hielt auch schon der Bus, der uns abholen wollte. Es ging zunaechst nach Cairns zu einem Hostel wo wir umstiegen und die Fahrt zurueck in Richtung Mission Beach starteten. Jessy konnte ziemlich gut schlafen, aber ich habe es auf der ganzen Fahrt nicht geschafft die Augen zu schliessen.

Nach 90 Minuten Fahrzeit kamen wir in Tully an und es gab erstmal ne kleine Erfrischung bevor es weiter in die Berge ging. Kurze Zeit spaeter sassen wir wieder im Bus und setzten unsere Fahrt in die Berge fort. Wie ihr euch vorstellen koennt, wurde die Frage wieder schoen eng und war passend fuer einen Bus ausgelegt, gut dass wir keinen Gegenverkehr hatten.

Am Startpunkt angelangt, ging es gleich aufs Wasser und es gab erstmal eine Einweisung von unserem Scout. Keine paar Sekunden spaeter ging es auch schon los mit den ersten Stromschnellen und Wasserhindernissen. Dabei bekamen wir nach den ersten Hindernissen noch ein paar Tips, bevor ein Hindernis das naechste jagte.

Natuerlich gab es auch einige Abschnitte in denen uns der Fluss so dahin treiben liess und wir uns die geniale Landschaft anschauen konnte. Hin und wieder schmiss uns unser Scout auch aus dem Boot und wir konnten so in dem herrlich, erfrischenden Fluss treiben lassen.

Es waren einige Interessante Flussabschnitte dabei, an denen man mit den Steuerkommandos des Scouts kaum hinter her kam. Vorwaerts, Rueckwaerts, nach links lehnen, nach rechts lehnen und das alles auf einmal hinter einander. Leider muss ich gestehen, dass ich am Anfang kurzzeitig mit der Konzentration nicht ganz bei der Sache war und das hat sich auch gleich richtig geraecht. Einen Moment nicht aufgepasst und schon flog mir die Spitze des Paddels ins Gesicht und ich hatte danach ordentliche Zahnschmerzen und nun auch ein paar Zahnprobleme. Als das passierte waren wir gerade zwei Stunden auf dem Fluss, aber danach war ich Konzentriert ohne Ende :-)

Einige Minuten spaeter gabs erstmal Mittag und da gabs ein leckeres BBQ mit einem Buerger dem man sich selbst zusammen stellen konnte. Bei soviel Auswahl hat es aber nur fuer einen gereicht, der dafuer aber so dick wie zwei Whopper waren und somit kaum in den Mund passte…

Am Ende der Mittagspause ging die Fahrt weiter und es folgten noch so einige schoene Abschnitte, die sehr spannend waren. Der Scout tauschte die Personen im Boot immer durch, so dass die, die bisher hinten waren, auch mal nach vorne kamen. Und so auf dem letzten Drittel waren Jessy und ich vorn. So steuerte uns der Scout hin und wieder einfach auf einen Stein zu und liess und dort auch maechtig aufprallen. Gerade wenn man denkt, er weicht noch aus und tut dies dann doch nicht, ist schon sehr spannend.

Kurz vor Ende der Tour gab es noch mal einen sehr langen Abschnitt, bei dem man wirklich noch mal richtig aufpassen musste. Die Betonung lag auf musste, wobei dabei meine Konzentration doch wieder nachliess und ich so einige Kommandos des Scouts gar nicht mehr vernommen habe, so sagte er sich nach links lehnen und ins Boot setzen und ich hoerte das gar nicht und paddelte gemuetlich weiter.

Selbst Jessy war irgendwann von meiner Ruhe beeindruckt, dabei bekam ich da vorn, beeindruckt von dem vielen Wasser, gar nichts von seinen Kommandos mit :-)

Nach diesem letzten starken Stueck, waren wir auch schon am Ziel, dabei befanden wir uns schon knapp 5 Stunden auf dem Wasser und haben das ueberhaupt nicht mitbekommen. So fuehrte uns unsere Rueckfahrt erst wieder zu dem Treffpunkt, an dem wir heute morgen schon eine kleine Erfrischung zu uns genommen hatten. Dort schauten wir uns erstmal die von uns gemachten Fotos und Videos an und mussten natuerlich auch die Video DVD mitnehmen.

Danach ging es wieder zurueck nach Cairns. Dort angelangt stiegen wir gleich in der City aus und gingen erstmal noch ein wenig in die Lagune, ehe wir uns auf die Essenssuche machten.

Wir hatten uns dazu entschlossen, an dem letzten Abend schoenen Fisch vom Great Barrier Reef zu essen. So schlenderten wir die Strandpromenade entlang auf der Suche nach einem kleinen Restaurant. Es gab aber so einige die regelrecht um einen warben und Angebote hatten, wie 20% Preisnachlass und aehnliches.

Zunaechst waren wir an einem Restaurant angelangt, an dem sich die Karte sehr gut lesen lies, allerdings stand vor der Karte auf einem Hocker ein kleiner Behaelter gefuellt mit ein wenig Wasser und dadrin lag eine grosse Krabbe, deren Scheren zusammengebunden waren. Die Augen schauten uns immer wieder an und Jessy konnte hier nicht essen, da sie doch nichts essen kann, was sie vorher angesehen hat.

Also entschieden wir uns fuer das nächste Restaurant. Zunaechst wollten wir beide Baramundi nehmen, eine Spezialitaet. Doch Jessy entschied sich noch um und nahm eine andere Fischsorte vom Reef, wobei wir nicht wussten, was das war. Da kam das Essen und ich bekam ein total zartes, leckeres Fischfilet, welches super schmeckte und es war auch reichlich. Jessicas Fisch war allerdings nicht ganz zu definieren. Es sah ein wenig aus, wie eine Krabbe :-)

Es war irgendein Schalentier, aus dem man den Fisch rausnehmen konnte. Dabei war es super lecker, mit Chilli versetzt. Schade, dass wir so selten Fisch ausprobiert haben, dabei war dieser wirklich gut.

Nach diesem leckeren Essen begaben wir uns wieder zur Bushaltestelle, wo der Bus wirklich puenktlich kam. So endete der letzte Tag im Paradies total Erlebnisreich und wurde mit einem klasse Essen gut abgeschlossen.

Die letzten Tage in unserem URlaub und wir werden zu Richtigen frueh Aufstehern. Bereits um 6:25 Uhr klingelte der Wecker und ich rasierte mich mit geshlossenen Augen, waehrend mein Geist noch im Bett schlief :-) Jessy war natuerlich mal wieder putzmunter. Da merkt man eben, wer von uns beiden der Langschlaefer ist.
Kurze Fruehstueckspause eingelegt und wir sahen schon den sehr grossen Reisebus vor unserer Rezeption halten. Es stieg ein Australier im Englischen Unformdress aus, dass heisst kurze hose, Halbschue und Kniestruempfe, sehr passend zu diesen Temperaturen. Aber er war sehr nett und wir stiegen ein.
So sammelten wir noch einige Personen auf unsere Fahrt zur Scenic- Railway.auf und befanden uns kurze Zeit spaeter an einen kleinen Bahnhof in einem Vorort von Cairns wieder, der schon sehr alt war.
So hatten wir mit ein paar weiteren Tourbuchern einen Waggon fuer uns allein und konnten uns die besten Plaetze am Fenster sichern. Die Fahrt fuehrte durch die wunderschoene Landschaft von Cairns hinauf nach Kurranda, ueber 63 Bruecke und 15 Tunneln aus dem Jahre 1928. Waehrend der Fahrt hielten wir an den Barron Falls, die wieder mal sehr beeindruckend aussahen und aus einer hoehe von 60 Metern nach unten fielen.
Die Aussicht auf der Fahrt war wirklich klasse und allein deswegen hatte sich das fruehe Aufstehen schon fast gelohnt.
Nach unserer Fahrt kamen wir in Kurranda an, einem kleinen 900 Einwohnerdorf mitten im Regenwald und Nationalpark von Queensland bei Cairns. Das ganze Dorf hatte sich, wie unschwer zu erkennen war, auf Touristen spezialisiert. So gab es einen taeglichen Markt und auch alle weiteren Geschaefte hattten eigentlich nur Souvenirs im Angebot. Natuerlich liessen wir uns ein weiteres Mal davon verfuehren und kauften noch die letzten Souvenire ein. MAl sehen, was dass GEwicht unserer Gepaecks sagen wird.
Einige Zeit spaeter wurden wir vom Bus wieder eingesammelt und zu unserem Mittag gebracht, welches an dem Wildlifepark stattfand. Ein sehr reichhaltiges Buffett erwartete uns und wir hauten auch Richtig rein und kosteten die grosse Auswahl voll aus.
Nachdem Mittag wollten wir zu unserem naechsten Treffpunkt und freuten uns schon auf die Fahrt mit dem Amphibien- Fahrzeug, aber vorher gab es die Moeglichkeit ein Koala- Knuddel- Foto schiessen zu lassen und natuerlich blieb Jessy erstmal stehen. So schaute sie um die Ecke und sah dieses suesse, knuddelige, Koala mit seinen aufgerissenen Knuddelaugen, wie es sie ansah. Es ging natuerlich kein Weg an ein Koala- Knuddelfoto vorbei und so ging sie gleich durch das Rondell zu dem Koala. Nachdem das Foto von ihr geschossen wuerde, wollte es sie auch nicht wiederhergeben, der Waerter hatte kein Leichtes Spiel um den Koala wieder von Jessy`s Arm zu kriegen.
Nach diesem Erlebniss, warteten wir am Treffpunkt um die Fahrt mit dem Amphibien- Fahrzeug zu beginnen. Beim Warten kam noch ein anderer Scout vorbei und sagte uns, dass es noch 5 Minuten dauern wuerde bis Mr. T kommt und er erwaehnte noch, dass wir sehen werden, was er meint.
Kurze Zeit spaeter kam auch Mr. T, aber wir konnten noch nichts feststellen. Die Fahrt begann mit dem Umgetuem und Mr. T war schon ziemlich durchgeknallt, erzahelte uns aber ueber die Pflanzen des Regenwaldes und gab uns auch ein paar Beispiele. Es gab zum Beispiel zwei kleine Baeume die total unscheinbar aussahen, wenn man aber mit diesen in Beruehrung kommt, hat man heftige Schmerzen und diese koennen an der beruehrten Stelle bis zu 6 Monate anhalten. Es sind ziemlich giftige Pflanzen gewesen. Eine andere Pflanze war eine Art Klebriger Busch. Er konnte sich mit seinem ganzen Gewicht an die Blaetter haengen und die Pflanze brach nicht ab oder zusammen. Echt heftig. Waehrend der Fahrt hielt er immer wieder an um uns ungewoehnliche Pflanzen zu zeigen, wir kamen kaum vorwaerts und es war sehr Interesannt. Ein wenig spaeter fuehren wir auf einmal in einen kleinen See und sahen einige Flussdrachen und Schildkroeten und er zeigte uns noch weitere aussergewoehnliche Pflanzen. Waehrend wir uns so umschauten, kam auch ein Japanischer Express an uns vorbei gerauscht. Es war ein weiteres Amphibien- Fahrzeug mit lauter Japanern an Bord und einem Uebersetzer der nur am Reden war. Sie duesten einmal an uns vorbei fuehren wieder auf den Weg und waren Ruckzug weg.
Nach unserer Tour wurden wir zur Tanzschow der Aborigines gebracht und uns wuerden einige Taenze gezeigt. Dazu gab es einen Flyer auf dem die einzelnen Taenze erklaert waren und bei einem stand noch drunter: “Bei diesem Tanz wartet eine Ueberraschung auf Sie”. Nachdem ich das gelesen habe, rechnete ich schon mit dem schlimmsten und ich sollte auch noch Recht behalten.
Kurz vor dem Tanz suchten die Aborigines drei Freiwillige und natuerlich meldete sich keiner, so dass sie welche aussuchten. Darunter waren ein kleines und ein junges Maedel und ich blickte einfach ins Publikum und versuchte nicht auf die Buehen zu achten. Ungluecklicherweise mussten wir uns ja auch vorm Beginn der Show nicht mitten ins Publikum setzen, sondern daneben in den ausseren Block um eine bessere Sicht zu haben. Das raechte sich jetzt, ein Aborigines stand vor mir und zeigte auf mich und meinte ich solle zur Buehne kommen. Na ganz klasse, dachte ich mir, dabei sind doch Jessy`s Tanzkueste richtig gut und mit meinem Taktfuehl konnte ich bisher nichtmal richtig marschieren, wie soll ich nun einen Aborigines- Tanz auf die Reihe kriegen…
Naja, was solls dachte ich mir, hatte ja eh keine andere Wahl und ging auf die Buehne. Und da begann meine kurze Tortur. Wir sollten die Bewegungen eines Aborigines nachmachen. Zunaechst das junge Maedel, was halbwegs klappte, danach dass kleine, was natuerlich wieder allen zeigte, wo der Hammer haengt. Und ihr koennt euch sicherlich denken, dass ich danach dran war und alle im Publikum, inklusive Jessica, am Lachen waren. Ist doch immer wieder schoen, wenn ich zur Aufheiterung beitragen kann. Selbst die Aborigines waren am Lachen, dabei waren die Schritte nicht einfach und ich gab mir allergroesste Muehe :-)
Am Ende dieser Show kamen wir zum Teil, auf dem wir ueben konnten mit einem Didgeridoo zu spielen. Das war ein Spass nur diesmal machte ich mich nicht nochmal laecherlich. Es waren auch nur wenig die es ausprobierten, ist schon krass. Um damit spielen zu koennen muss man einatmen, waehrend man ausatmet. Wie soll man das den hinkriegen, ist schon echt beeindruckend, wie die das so auf die Reihe bekommen.
Der weitere Weg fuehrte uns zu den Speeren und damit konnen die gut umgehen. Er war auf ein Ziel und verfehlte es eher selten. Zum werfen hatten sie noch ein kleines Holzstueck auf dem sie den Speer klemmten und das hatte es in sich. Mit dem Holzstueck waren sie den Speer gut doppelt soweit und das ohne groessen Kraftaufwand.
Da waren wir an der Boomerang- Station. Hier zeigte er uns zunaechst die Wurftechnik und danach durfte jeder einmal Werfen. Um das aber wirklich hinzubekommen sind schon mehr als ein Wurf notwendig, gut das Jessy und ich einen ganzen Satz Boomerange mit nach Hause gebracht haben. Somit sollten wir genug Gelegenheit haben die richtige Wurftechnik zu erlernen. Nach dieser Vorstellung stand auch schon der naechste Punkt auf dem straffen Plan, eine Fuehrung durch den eigenen Tierpark. Dabei waren wieder ein paar Krokodile und nette Hinweisschilder, was man auch keinen Fall machen sollte. So erzaehlte uns der Tourfuehrer wieder alles Infos zu den Tieren und ich schaute gerade ins Gehege der Barramundis, eine Fischart die in Australien als Spezialitaet gilt. Jessy war schon weiter und wieder bei Koalagehege, ich schaute kurz zu ihr rueber und sah wie sieh am Winken war, dass ich sofort dahin kommen soll. Nachdem ich da angelangt war, sah ich auch gleich was sie meinte. Ein Koala hatte in seinem Beutel Nachwuchs und die beiden waren gerade Wach und dabei was zu mampfen. Echt ein tolles Bild das kleine da zu sehen. Es waren sogar alles Koalas im Gehege wach und das ist bei 22 Stunden Schlaf am Tag schon ein echtes Wunder. Das kleine sah echt zum knuddeln aus und Jessy haette am Liebsten wieder ein Bild mit beiden in Arm gemacht.
Nach diesen schoenen Einblick sah Jessy noch einen Wombart und ich ging zu den Kaenguruhs, wir hatten Futter dabei. Es kamen natuerlich auch so einige Kaenguruhs um sich ein wenig was zu Futtern abzuholen und mitten dazwischen lag Kaenguruh- Jack, ein echt total grosses Kaenguruh und Jessy meinte gleich, ich solle ihm was zu futtern geben, bevor er boese wird. Das Kaenguruh war echt gross und ich bekam mein Kumpelhaftes Bild mit Kaenguruh- Jack :-)
Leider war die Fuehrung viel zu schnell vorbei und wir mussten zum Bus, dabei haette ich noch ein paar Stunden bei den Kaenguruhs verbringen koennen. Der Bus fuhr uns zur naechsten und letzten Station auf unserer Tour, zu der Skyrail- Bahn. Die Bahn startet in Kuranda und ist eine Seilbahn bei der man in einer Gondel ueber den Regenwald entlang faehrt bis nach Cairns und darauf hatten wir uns schon richtig gefreut. Also gleich rein in die Gondel und der Regen begann auch ein wenig, aber dass passt ja ganz gut, wenn man ueber den Regenwald gleitet. Wir hatten echt eine ungewoehnliche Sicht auf den Wald unter uns. Von hier oben hoerte man Geraeusche, die ich zuvor noch nicht gehoert habe. Man sah nur gruen, der Boden selbst war garnicht zu sehen. Die Gondel hatte auch die doofe Angewohnheit ein wenig zu Wanken und das bei Wind ein wenig mehr, womit Jessica garnicht so zu recht kam und jeden Moment dachte, wir wuerden Abstuerzen. Um das Wanken auf ein Minimum zu reduzieren wurde mir Bewegen und umsetzen in der Gondel auf der gesamten Fahrt von ihr verboten.
Es gab auf dem Weg zwei Zwischenstationen in denen man die Gondel wechseln musste. Bei der ersten konnte man nochmal zu einem Lookout gehen und eine herrliche Aussicht auf die Barron- Falls sehen und beim zweiten gab es noch einen kleinen Rundgang durch den Regenwald. Die Fahrt war, wie ueblich, viel zu schnell beendet und wir fanden uns schon wieder am Ziel unten wieder. Unser Bus brachte uns wieder zurueck in unser Ressort. Naja, wir hatten ja noch einen dritten Tag vor uns und fuer deisen nichts geplant, aber bei Regen kann man ja nicht Faulenzen. Also waren wir kaum aus dem Bus gestiegen und gingen schon wieder ins Tourbuero und buchten fuer den naechsten Tag noch eine Rafting Tour auf dem Tully- River. Nunja, erst nachdem wir gebucht hatten, zeigte sie uns, dass uns der Bus bereits um 06:35 am Eingang abholen wuerde. Was fuer eine unchristliche Zeit, was denken die eigentlich, bin doch hier um Urlaub zu machen und nicht um frueh aufzustehen.
Um uns von diesem Schock zu erholen wollten wir zunaechst einen Cocktail in der Poolbar geniessen, aber die war geschlossen. Ueberhaupt war alles so wie immer und man hatte den Eindruck im Ressort ist keine Menschenseele. Alle drei Pools waren leer und wir konnten einige Bahnen ziehen und waren voellig ungestoert.
Nach diesem Reinfall und keinen Cocktail fiel mir ein, dass ich auf dem Rueckweg noch ein Schild zu einem Mc Donalds gesehen hatte, so machten wir uns am Abend auf den WEg dorthin in der Hoffnung dort auch einen Mc Cafè zu finden. Dort angelangt wurden wir aber enttauescht und es blieb bei einem Buerger und keinen Cafè.
Erfolglos gingen wir wieder zurueck ins Ressort und laueteten die Nachtruhe ein.

Dran bleiben, es fehlen noch einige Eintraege.

Die anderen Berichte folgen noch, wenn ich im Flieger bin, werde ich alles noch zusammen fassen. Naechste Woche werde ich auch noch ein Fazit schreiben, also ein bischen Lesestoff habt ihr noch.

Wir sind nun in Cairns am Airport und warten auf unseren Flug nach Singapure ueber Darwin. Bisher scheint er puenktlich zu sein. Durch einen kleinen Telstra Bug gibt es hier sogar kostenlos WLAN. Mal schauen, wie lange noch :-)

Es war ein unvergesslicher Urlaub, dass heisst, ist es ja noch, da wir noch nicht in Deutschland sind. Ich bin schon gespannt, wie der Flug wird, wir haben vier Stunden Aufenthalt in Singapure… Jessy ist gerade auf dem WEg die letzten Duty- Freeshops auf der Suche nach einem guenstigen Ipod abzuklappern. Und auf Steffens antwort, welche Marke er denn raucht, warte ich auch noch…

So Ihr da im kalten Deutschland, bald werden wir sicherlich erfrieren. Zur Zeit sind hier gerade 34°C. WEnn wir wieder zu Hause sind, werde ich erstmal die Heizung voll aufdrehen und versuchen 30°C Raumtemperatur zu erreichen, damit uns langsam an die Aussentemperaturen gewoehenen koennen ;-)

So wachten wir am naechsten morgen wieder in diesem tollem Hostel auf. Gut geschlafen hatten wir auf den, zur Abwechslung, guten Betten. Ein kurzes Fruehstueck war angesagt und, nachdem wir noch einige Lebensmittel, die wir nicht mehr gebrauchen konnten, dem Hostel ueberlassen hatten, ging unsere Tour auch wieder los.
Zunaechst warfen wir noch einen kurzen Blick auf den Strand von Mission Beach. Am Vorabend hatten wir noch gehoert, dass es hier auch vereinzelt Wildlebende Krokodile geben soll und man deshalb ein wenig auf sich acht geben soll. Natuerlich war ich wieder von der Neugier getrieben und musste deswegen an diesen Strand, wobei Jessy am liebsten direkt weitergefahren waere. Doch die Krokodile blieben aus, dafuer belohnte uns der fruehe morgen mit einem traumhaften Gruss der Sonne und einen ellenweiten, langen Strand, auf dem keine Menschenseele zu sehen war. Von hier aus konnten wir sogar noch ein wenig von den Whitesundays sehen. Wir verweilten noch einige Minuten und genossen diese herrliche Aussicht.
Ein paar Minuten spaeter waren wir auf dem Weg durch eine kurvenreiche Strasse zu einem Walk, der eine Stunde durch den Regenwald fuehren sollte und mit viel Glueck koennte man einen Cassowarie sehen. Dies liessen wir uns nicht entgehen und legten hier schon wieder den ersten Stop auf unserer Reise ein. Leider hab ich die Getraenke im Hostel stehen gelassen. Somit liess ich Jessy die Zeit zum Lesen, waehrend ich nochmal kurz zum Hostel eilte und unsere Getraenke holte, schliesslich konnte ich mein Bundaberg keinem anderen ueberlassen.
Nach meiner Rueckkehr walkten wir dann durch den Regenwald und sahen wieder kleine, glasklare Baeche, gefuellt mit vielen Fischen. Viele Muecken waren auch unterwegs, aber wir hatten diesmal vorgesorgt und uns mit Mueckenspray “Tropical Strength” eingesprueht. Waehrend des Weges hoerten wir einige merkwuerdige Tiere, dessen Geraeusche wir zuvor noch nirgends gehoert hatten. Der Anblick eines Cassiowarries wurde uns allerdings nicht gewaehrt.
60_milaa_falls.jpg Unsere Fahrt fuehrte weiter, der Weg sollte aber nicht direkt nach Cairns gehen, wir fuehren einen Umweg um an den bekannten Milaa Milaa Falls vorbeizukommen. Auf dem Weg dorthin kamen wir schon an so einigen Wasserfaellen vorbei, doch diesmal verliessen wir den Weg nicht gleich. Zunaechst machten wir Halt an einem Lookout. Doch dieser war vom Carparkplatz noch 6km Entfernt, leider zuweit fuer unseren Zeitplan. Auf dem Parkplatz war mal wieder ein Polizeiwagen zu sehen. Nachdem wir wieder in unserem Auto verschwanden und los fahren wollten, fuehr dieser auch los. Wir liessen im die Vorfahrt, schlechte Idee. So hatte er eine perfekte Sicht auf unsere Windschutzscheibe und konnte die blaue Plakette sehen, die eigentlich Rot sein muesste. Kurz danach sah man ich auch funken. Wir folgten ihm mit Abstand, am naechsten ausgeschilderten Lookout fuehr er raus und dachte wohl, wir wuerden dieses auch tun, doch wir fuehren vorbei. Zum Glueck wartete er einen Moment, drehte aber nicht um und so wurde er in unserem Rueckspiegel immer kleiner.
Unserer erstes Schild zu einem Wasserfall tauchte auf, bei dem wir abbiegten und dem Weg folgten. Doch der Weg war extrem eng und sollte noch 12km so weiter gehen, wir suchten eine geeignte Stelle zum wenden und kehrten um, also wieder nichts.
Kurze Zeit spaeter kam aber endlich der eigentliche Weg zu den Milaa Milaa Falls. Die Strasse fuehrte an drei Wasserfaellen vorbei und wir hielten bei jedem an.
Der erste war einfach schon traumhaft, von vielen Baeumen umgeben, mitten im Wald gelegen und keine Menschenseele weit und breit. Wir machten tolle Bilder direkt vor den Wasserfaellen. Einfach nur genial.
Beim zweiten konnte man leider nicht ins Wasser, diesen sah man nur von der Seite, von einer Bruecke aus. Doch auch dieser Anblick war einfach nur klasse.
Der weg fuehrte uns nun zum dritten und bekanntesten Wasserfall, den Milaa Milaa Falls und dies sah man auch schon auf dem Parkplatz an den zahlreichen Autos, die hier standen. Wir gingen hinunter zu den Faellen und es war beeindruckend. Sie waren richtig hoch und wieder von vielem gruen umgeben. Milaa Milaa Falls Unsere Weg fuehrte uns direkt ins Wasser und mit unserer Unterwasserkamera machten wir noch so einige, schoene Bilder. Wir verweilten noch ein wenig im sehr kalten Wasser, ehe wir unseren Weg nach Cairns fortsetzten.
Im naechsten Ort machten wir an einem weiteren Wasserfall halt und gingen noch einmal eine Runde schwimmen. Anschliessend wollten wir noch eine Tasse Cafè trinken, aber dass Cafè war geschlossen und die Reise musste ohne Koffein weiter gehen.
Die Zeit arbeitete auch wieder entschlossen gegen uns und wir konnten nicht mehr so viele Zwischenstationen machen, wie geplant. Allerdings kam wieder ein Schild zu einem weiteren WAsserfall, welchem wir dann doch folgten, was sich im Nachhinein als nicht so klug herausstellte. Zunaechst einmal war nach dem Abzweig der Weg noch 12km lang, doch wir wollten diesmal durchhalten und den Weg fahren. Das heisst Jessica fuehr. Wieder aenderten sich die Strassenverhaeltnisse in gewohnter Manier von zwei- auf einspurig, von Asphaltiert zu Schotter- und Staubpiste. Nachdem Jessy schon zwei Autos vorbeilassen musste, wurde ihr das alles zu bunt und wir tauschten. Der Weg zeichnete sich aber nicht nur durch die bereits genannten Punkte aus, es ging auch noch schon hinauf und wieder hinunter und das ziemlich steil.
So kamen wir an einem Huegel an wo es so extrem herunter ging, dass Jessy schon ein wenig Panik bekam und nur noch heraus bekam :”Will niht ruter, Will da nicht runter…”, dass mehrmals hintereinander, Der Weg der unerreichbaren Wasserfaelle aber wir waren schon soweit gefahren, da konnte ich nicht einfach drehen. Jessy hielt sich die Augen zu und war am zittern und ich tastete mich langsam hinunter, wobei die Bremsen sehr viel zu tun hatten und ich nur hoffte, dass das Heck hinten blieb.
Da waren wir nun auch fast am Parkplatz angelangt, aber nur fast. Wie gehabt gab es auch hier zwei Strassen die unter Wasser standen. Ohne viel zu ueberlegen und grosses Aussteigen fuehren wir einfach durch und es passte zum Glueck auch.
Am Parkplatz angelangt kam aber schon die naechste Botschaft “3km Wanderung bis zum Wasserfall”. Na klasse dachten wir uns und liessen uns doch abwimmeln und kehrten wieder um. An dem besagten Berg mussten wir ja nun auch wieder rauf, was ich vorher nicht so ganz bedacht hatte. Jessica hatte wieder ein wenig Panik und ich merkte, wieder Wagen extreme Probleme hatte, diese Schotterpiste wieder hinauf zu kommen. Mittlerweile waren wir im ersten Gang und die Raeder drehten immer wieder durch und die Automatik liess sich auch nicht wirklich dosieren. Am Ende aber schafften wir es doch noch hinauf, auch wenn es eine Weile dauerte. Jessica war nicht gerade gluecklich ueber diesen Ausflug und es hat sie bestimmt ein paar Jahre ihres Lebens gekostet, aber es hat Laune gemacht.
Da wir uns die ganze Zeit auf einer Bergplatte bewegten mussten wir diese Hoehe ja auch irgendwann wieder verlassen. Kurz vor Cairns begann das naechste spannende Stueck, eine sehr lange Kurvenreiche Strecke hinunter vom Berg. Nach einigen Kilometern brauchte Jessy eine Pause, da der Magen sich so langsam meldete und das garnicht witzig fand. Schade, sonst haette ich gern noch ein wenig die Kurvengeschwindigkeit angetestet :-)
Ein paar Kilometer weiter hatten wir es geschafft und wir passierten das Eingangsschild von Cairns. Der Blick auf Cairns
Nun ratet mal, was unserer erster Weg war…
…Natuerlich ging es nicht direkt ins Hotel oder an den Strand, nein wir hatten wieder Touren geplant und so verschwanden wir als erstes in einen Info- Center um zwei Touren fuer die naechsten Tage zu buchen. Einmal schorcheln am Great Barrier Reef und eine Tour durch den Regenwald von Cairns.
Danach schauten erstmal bei unserem Hotel ein und das Zimmer welches wir hatten war wirklich sehr nett und zur Abwechslung mal richtig gross, mit TV und eigenem Badezimmer, wir wussten schon fast garnicht mehr, dass es sowas gibt ;-)
Das Zimmer lag auch nur 15m vom naechsten Hotelpool entfernt und so sprangen wir hier auch erstmal wieder hinein.
Am Abend fuehrte unser Weg wieder nach Cairns zu einem sehr leckeren Abendessen in einem kleinen Pastaladen mit selbstgemachter Paste und tollen Saucen. Danach sprangen wir noch in die Lagune, welche direkt am Meer liegt und genossen die letzten STunden des Abends bevor wir wieder zurueck ins Hotel fuehren. Lagune in Cairns

Dies sind wohl die letzten Zeilen unserer Reise, die ich aus Australien Online stelle. Die letzten zwei Tage haben wir noch soviel unternommen, dass ich mit dem Schreiben nicht nachkomme. Das werde ich aber morgen nachholen und die letzten Eintraege wohl Freitag aus einem, von hier, aus kalten und kuehlen Land Online stellen. So wie es aussieht, wird Quantas wohl puenktlich fliegen und wenn die Ladeluke nicht wieder streikt oder keine Wirbelstuerme auftreten oder was auch immer, werden wir wohl morgen Nachmittag Australien verlassen :-(
Also bis dann ihr noch Fernen Mitleser :-)

Es ist soweit, Australia Day.
Nach unserer kurzen, unruhigen Nacht in unserem Super- Hotel direkt an der Hauptstrasse verliessen wir dieses sehr frueh am morgen und unserer Weg fuehrte uns zunaechst zu unserem Hostel “Globetrotter”. Bevor wir die Reise nach Cairns fortsetzen, wollten wir uns hier noch ein wenig Luft machen, wegen der schlechten Information und der sehr langen Warzezeit auf uns. So hatten wir natuerlich das Pech nur an eine Angestellte zu treffen, diese kannte die Probleme wohl und verwies uns an den Chef und meinte es wuerde ihr leid tun, aber sie kann und darf da nichts machen. Na ganz toll, dachten wir uns. Also werden wir wohl eine Mail schreiben muessen, da wir auf den nicht warten brauchen.
Kurze Zeit spaeter waren wir bereits auf dem Weg nach Mission Beach. Da wir keine Gelegenheit fuer ein Fruehstuck hatten, machten wir eine Pause in einem Einkaufszentrum. Naja und was soll man sagen, aber auf einem Feiertag scheinen die Australier einzukaufen. Jedenfalls waren die Parkplaetze alle besetzt und es war kaum was freies zu finden. Nachdem wir unser Schiff endlich abgestellt hatten, erblickten wir, nachdem wir mit der Rolltreppe nach oben ins Zentrum fuhren, eine Menge Leute die am Einkaufen waren. So gesellten wir uns dazu und holten ein paar Sachen im Supermarkt, bevor wir uns fuer ein Kaffee niederliessen. Jessy wollte unbedingt die Donuts von King Donuts probieren und bekam gleich 6 Zuckerbomben. Die Dinger schmeckten nur nach Zucker und nach Kuenstlichen Mitteln, aber ein Donut- Geschmack war eher schwer zu entdecken. Da sind die Kunst- Donuts von Donuts besser.
Auf dem Highway war zur Abwechslung auch mal richtig was los und wir wollten doch schnell in Mission Beach sein um noch einiges Unternehmen zu koennen. Aber schon nach 30km kam der erste Abzweig zu einem Wasserfall, dem wir natuerlich folgten. Die Strecke war wieder traumhaft. Sie wurde einspurig, fuehrte eine steile Strasse mit bis zu 12% Steigung hinauf und war zudem noch 8km lang. Im Loneley Planet war ueber diese Strecke noch vermerkt: “Verlieren des Mittagessen, fast garantiert”, so freute sich Jessica schon ueber jede Kurve und davon gabs einige.
Oben angelangt wollten wir auf dem Parkplatz, den gerade ein Polizeiwagen verliess. Wir liessen diesem dem Vortritt und hofften, dass er nicht all zu genau auf unsere Scheibe schaut. Gluecklicherweise sah er die falsche Plakette wohl nicht und fuehr weiter.
Da war er, ein kleiner Wasserfall mitten im Berg gelegen, mit traumhaften, klarem Wasser, welches sich seinen Weg durch die Felsen bahnte. Es gab immer wieder so kleine Pools, dann ein wenig Felsen an denen das Wasser runter floss und den naechsten Pool. So sprangen wir gleich ins kuehle Nass und es war wirklcih kalt. Kristallklares Wasser vom Berg mit einer erfrischenden Temperatur so hatten wir unsere erste Abkuehlung an diesem Tag bei 35°C. Nach dieser Erfrischenden Pause verliessen wir den Wasserfall und fuehren weiter.
Wir kamen aber nicht soweit, noch vor dem Highway gab es die naechste Abzweigung zum Big Crystal Creek und natuerlich liessen wir die nicht einfach an uns vorbeiziehen sondern folgten den Wegweisern wieder bereitwillig. Die Strasse war nach einem kurzen Stueck nichtmal mehr geteert sondern bestand nur noch aus Schotterpiste mit schoenen Laengsrillen, Bremsen war somit was ausgeschlossen. Nach unserer Ankunft wurden wir aber wieder belohnt, mit einem Bach der mittendrin natuerlich gestaut war und somit eine schoene Schwimmbucht bot. Sofort nutzen wir die Chance und verschwanden ein weiteres Mal im Wasser.
Die Zeit rannte uns davon und wir waren endlich wieder auf dem Highway 1, aber auch das nicht lange. Ein paar Kilometer weiter gab auf der rechten Seite das “Frosty Mango”, indem es alles rund um die Mango zum Kaufen gab. Ein Zwischenstop eingelegt und schon hatten wir Mangomarmelade und Sweet- Mango- Chilli- Sauce. Wir koennten uns noch ein Mango Smoothie und Pfannkuchen mit Mangoeis natuerlich, also ein Mango- Stop durch und durch.
Der weitere Weg liess uns einfach nicht vernuenftig fahren, kaum ein paar Kilometer geschafft, gab es dass naechste Schild zu den naechsten Wasserfaellen. Auch an diesem konnte ich nicht vorbei fahren, ohne dort gewesen zu sein und so bog ich wieder ab.
Allerdings war der Weg noch heftiger. Zunaechst wurde es wie gehabt einspurig, danach folgte auch wieder die Schotterpiste, doch einige Kilometer vor dem Wasserfall stand die Strasse auch schon unter Wasser. Es sah so aus, als waere es nur wenig Wasser, was ueber der Strasse stand und so mutierte unserer Fahrzeug so langsam zu einem Jeep. Vorsichtig fuehren wir uber die unter Wasser stehende Strasse und stellten erstaunt fest, dass es so ca. 20 – 30 cm tief war. Aber auch ein weiteres Lohnenswerter Wasserfall, in dem wir natuerlich nochmals badeten. Es gab auch ein Lookout, den wir zunaechst besuchen wollten, aber auf dem Weg dorthin wurden wir von den zahlreichen Muecken vertrieben, die dabei waren uns auszusaugen. So blieb es nur bei der Schwimmeinlage und der Weg ging weiter.
Nach diesen zahlreichen Umwegen liess Jessica mich auch nicht mehr weiterfahren und wir tauschten. Und ihr koennt es euch denken, von nun an rauschten die Schilder mit den Hinweisen “Wasserfaelle” nur so an uns vorbei und wurden kaum eines Blickes gewuerdigt :-)
Einige Zeit spaeter waren wir auch kurz vor Mission Beach und Jessica musste nun auf der Strasse durch einen Nationalpark fahren, ueber die zahlreiche Cassowarries laufen. Am laufenden Band waren an der Seite Hinweis- und Warnschilder zu sehen, aber wir hatten Glueck und uns nahm kein Tier die Vorfahrt.
Endlich waren wir im Hostel angekommen und wir waren sehr beeindruckt. Von allen Hostels die wir bisher hatten, sah dieses hier am besten aus und der Eindruck setzte sich auch, nachdem wir reingingen, fort. Wir wurden nett begruesst und bekamen ein Zimmer mit Doppelbett fuer 46A$ die Nacht, was umgerechnet ca. 24€ sein duerften. Das Zimmer war total sauber und mit Klimaanlage und Venitlator ausgestattet. Da wir Australia Day hatten gab es am Abend noch ein leckeres BBQ, dazu waren wir gerade rechtzeitig gekommen und nachdem wir unsere Taschen aufs Zimmer gebracht hatten, wurde das BBQ schon eingelauetet.
Es war richtig lecker, mit selbstgemachten Salat und Bouletten und Wuerstchen die auch in Ordnung waren. Alles in allem war es ein super Hostel, total guenstig, sauber und das leckere BBQ wir woechentlich wiederholt. Schade das unser Aufenthalt nur von kurzer Dauer ist, wir haetten hier gern mehr Zeit verbracht.
Nachdem Abendessen schrieben wir noch einige Postkarten (ja, da sind tatsaechlich welche Unterwegs) und gingen schlafen.

Vielleicht unser letzter Eintrag, also geniesst ihn und schriebt nochmal nen paar Kommentare. Ist so ruhig geworden, da bekommt man den Eindruck wir wurden schon vergessen… Bis Bald.

Da sitze ich nun schon am zweiten Abend auf dem Deck der Ronald von Agyll und schreibe diesen Eintrag. Die See ist ruhig und wir liegen in einer traumhaften Bucht der White Sundays.
Segeltour auf der Ronald of Argyll bei den Whitesundays Gestern frueh gings los. Mit 10 anderen Passagieren und 2 Crew- Mitgliedern und dem Kapitän Matthew verliessen wir den Hafen von Airlie Beach so gegen 9:00 Uhr. Zunaechst war alles ganz ok und wir schipperten zuerst mit Motorantrieb davon. Es ging ein wenig an der Kueste entlang und das Meer war alles andere als ruhig. Wellen von bis zu 2 m brachten den Segler ganz schoen ins Wanken und das machte sich natuerlich auch gleich bei Jessica bemerkbar, die ein wenig Seekrank wurde. Leider wurde das Wetter auch immer schlechter, so dass wir am Horizont nicht nur Wolken sahen, sondern eine dunkle Wolkendecke. Kurz darauf kam auch der Regen, dass heisst Mattew kuendigte an, es wuerde in 30 Sekunden anfangen und er behielt recht. Jessy und ich gingen einen Moment runter um unsere Jacken zu holen, aber dass war ein Fehler. Jessy war danach richtig schlecht und selbst micht hats dabei erwischt (was ich nicht gedacht haette). So gingen wir erstmal wieder rauf, aber dass half nichts mehr. Jessy hatte die Seekrankheit nun voll erwischt. Zum Mittag hin ging es mir wieder besser. Allerdings machte Jessy mehrmals Bekanntschaft mit der Reeling und gab den Fischen netterweise ein wenig Futter.
Zum Mittag war das Wetter auch wieder ok, dass heisst es war immer noch bewoelkt, aber trocken. Wir ankerten in einer schoenen kleinen Bucht und nach dem Mittag, mi leckerem Salat und Pizza, war Landgang angesagt. So setzte uns Matthew, mit einem kleinen Beiboot, auf der Insel ab und fuehrte uns noch zum Strand auf der anderen Seite. Dabei erklaerte er noch die wichtigsten Notrufzeichen, falls irgendwas sein sollte, wuerde er dann sofort mit seinem Schlauchboot zur Hilfe eilen.
Als wir so durch den kleinen Wald auf die anderen Seite gingen, konnte man zwischen den Baeumen hindurch schon ein wenig vom Strand sehen und das, was man sah, sah phantastisch aus. Die letzte Schritte durch den Wald waren wie ein Gang durch eine kleine Gasse und mit jedem Schritt dem Ende entgegen eroeffnete sich ein wenig mehr von einem traumhaften Ausblick auf einen weissen Strand und ein tiefblaues Meer.Der Strand war riesig und bedeckt mit feinstem, weissem Sand. Zu diesem Zeitpunkt war Ebbe und das Meer war einige Meter entfernt und gab immer mehr von diesem traumhaften Strand frei. Jessy und ich legten erstmal unsere Strandtuecher aus und JEssy war sichtlich froh endlich wieder festen Boden unter den Fuessen zu haben. Wir bereiteten uns schon auf das Schwimmen vor, aber leider wollte das Wetter das eher verhindern. Der grosse Regen setzte wieder ein. So versuchten wir erst noch ein wenig am Strand zu bleiben, aber der Regen wurde schlimmer, so dass wir dummerweise in den Wald zurueck fluechteten. Kurze Zeit spaeter waren wir schon wieder auf der anderen Seite der Insel, wo Matthew uns abgesetzt hatte und verhaarten dort, doch der Regen hoerte nicht auf. Einige Leute von zwei anderen Segelbooten standen hier ebenfalls und wir sahen alle aus, wie begossene Puddels. Weswegen wir nicht einfach in dieses Meer gesprungen sind, will mir nun auch nicht einleuchten.
Einige Maedels versuchten schon Matthew zu rufen, doch auf unserem Segler ruehrte sich nichts. Ein wenig spaeter hoerte der Regen dann doch auf und wir gingen zunaechst zum Lookout um einen Ueberblick ueber die Insel zu bekommen und wir bekamen einen traumhaften Aussichtspunkt zu sehen. Von hier konnte man erstmal erahnen, wie viel weissen Sand es hier gibt und wie traumhaft das hier alles Aussehen muss. Allerdings waere das alles mit Sonnenschein um einiges traumhafter gewesen.
Wir verliessen die Insel und zogen uns wieder zurueck aufs Boot. Ueber Nacht blieben wir hier vor Anker, hin und wieder mussten kam noch ein Regenschauer. Jessy und ich hatten schon Angst, dass es so aehnlich wie die Fahrt auf dem Whanganui- River wird.
Nach unserem Strandaufenthalt ging es ihr wieder ein wenig besser, aber auf dem Segler kam die Sache wieder zurueck und ihr war den ganzen Abend schwindelig und zwischendurch uebel. Von dem Leckeren Abendessen, mit gegrilltem Haehnchenbrustfilet und tollen Salaten, hielt sie so auch Abstand. Der Tag naeherte sich schnell dem Ende, nachdem Abendessen sassen wir noch in einer gemuetlichen Runde oben und unterhielten uns. Dabei ging so langsam der Mond auf und tauchte alles in ein tolles, weisses, Licht und wir genossen die Aussicht, wenn die Wolken es zuliessen, in vollen Zuegen. Sehr schnell war die Zeit zum Schlafen gehen gekommen und Mattew versuchte davor noch alles um den Segler ein wenig ruhiger zu bekommen, damit Jessy auch schlafen konnte. Sie war sich allerdings nicht ganz sicher, ob sie unter Deck gehen wollte, probierte es aber aus und die erste Zeit war es auch ok. Viel Schlaf wuerde ihr nicht gekoennt, da in der Nacht das Meer unruhiger wurde, die Wellen groesser und die Wankbewegungen schlimmer.
Am naechsten morgen weckte uns der Sonnenschein. Es gab ein sehr gesundes Fruehstueck mit viel frischem Obst und Muesli. Jessy konnte sich ein wenig mit den Melonen anfreunden und ich machte mich, bedauerlicherweise, ueber die Annanas her.Wir setzten unsere Fahrt nach diesem Fruehstuck zur naechsten Insel fort. Waehrenddessen meldete sich die Annanas mehrmals bei mir und mir war nicht ganz gut. Jessy wies mich noch darauf hin, dass ich die andere Seite zum Abgegeb nvon Fischfutter nehmen sollte und ich wechselte in Windeseile die Seite, fing mich aber nach einigen Minuten wieder und es wurde besser. Jessy ging es ebenfalls ein wenig besser, aber sie hoffte, dass wir dass naechste Ziel und den festen Boden schnell erreichen wurden.
Der anfaengliche Sonneschein hatte sich auch wieder aus dem Staub gemacht und uns einige Regenwolken hinterlassen. Kurze Zeit spaeter gab es auch schon einen richtig, heftigen Schauer, der gluecklicherweise von kurzer Dauer war. Auf dem Weg wurden die Wellen nicht kleiner, sondern noch groesser. Jessy hielt aber wacker durch.
So langsam naeherten wir uns unserem Ziel und puenktlich dazu schien die Sonne wieder. Wir gelangten an den auessersten Zipfel der White Sundays und freuten uns auf vor uns liegenden schoenen Strandaufenthalt.
Bevor es soweit war, gabs lecker Mittagessen und das bestand aus leckerem Nudelsalat und Bratuerstchen (sie waren zwar vom Grill, hatten aber rein garnichts mit einer Bratwurst zu tun :-) ). Jessy ging es mittlerweile auch wieder so gut, dass sie sich zutraute ein wenig zu essen. Bei dieser Mahlzeit gab es durch Matthew zunaechst eine Einfuehrung ins Schorcheln und den Hinweis, dass man dies hier unbedingt machen sollte, da es eines der schoensten Korallriffe der Welt ist. So folgten wir dem Hinweis bereitwillig.
Wir hatten kaum den ersten Blick unter Wasser getan und schon sahen wir diese beeindruckende, phantastische Unterwasserwelt (und es tut mir leid, aber mir gehen ein wenig die Worte aus um es wirklich richtig beschreiben zu koennen :-) ). Segeltour mit Ron of Argyll bei den Whitesundays - Schnorcheln Es schwammen ganze Fischschwaerme vor unseren Augen entlang, Nemo`s und Dori`s waren am Laufenden Band zu sehen und alles war zum greifen Nah. Die Korallen sahen traumhaft aus und sie bewegten sich einzigartig im Wasser. Der ganze Tag wurde durch sehr wenig Quallen perfekt, was Jessica in Ihrer Panik vor einer Portogisischen Gallere sehr zu gute kam. So schnorchelten wir stundenlang durch dieses traumhafte Korallenriff und hatten das Zeitgefuehl total verloren. Es befanden sich, bis auf uns zwei und ein weiteres Paaerchen bereits wieder alle an Bord. Matthew gab uns gluecklicherweise noch eine halbe Stunde und diese nutzten wir auch in vollen Zuegen aus. Jessy und ich sind nun richtige Schnorchelfans, was bei diesen traumhaften Ansichten hier auch kein Wunder sein sollte.
Nach diesem zauberhaften Aufenthalt ging es wieder zurueck auf den Segler und wir setzten unsere Segel um zu unsere Ankerplatz in einer kleinen Bucht fuer die Nacht zu gelangen. Das Meer war mittlerweile sehr ruhig und Jessy ging es auch gut, bis auf ein wenig Schwindelgefuehl war alles in Ordnung. Waehrend wir so davon segelten, sahen wir am Horizont die Sonne untergehen, genial!
Am Ziel angelangt gab es das Abendessen mit einem Steak fuer jeden und auch Jessy konnte schon eine Haelfte in Anspruch nehmen (immerhin, wobei sie ja zur Zeit sonst so Steakverrueckt ist ).
Den Abend verbrachten wir bei total ruhiger See und einem wunderschoenen Sternenhimmel. Der Mond gesellte sich hinter dem Huegel auch so langsam dazu und machte das Himmelsbild perfekt. Segeltour mit Ron of Argyll bei den Whitesundays - Sonnenuntergang
Mittlerweile sind fast alle schlafen bis auf dem harten Kern, der hinter mir bei Matthew sitzt. Dazu werde ich mich auch gleich noch ein wenig gesellen, wenn ich diese Zeilen hier beendet habe.
Die Nacht war total ruhig (fast so wie bei Kai zu Haus :-) ) und wir konnten wunderbar schlafen. Ein weiteres Mal wurden wir durch Sonnenschein geweckt und genossen das Fruehstueck an Deck unter der Sonne. Noch waehrend des Fruehstuecks setzte Matthew Kurs auf eine kleine Bucht um den Schorchelfans weitere Einblicke geben zu koennen. Wenig spaeter gelangten wir an der Bucht an.Matthew fuehr uns noch ein paar Meter, mit seinem Beiboot, dem Strand entgegen und schmiess uns davor ueber dem Korallriff raus. Es eroeffnete sich eine weitere unglaublich schone Unterwasserwelt. Die Sicht war ein wenig getruebt, aber man sah genug von den bunten Fischen und den Korallen am Boden. Die Maedels hatten sich ein wenig abgesetzt und ungluecklierweise Kontakt mit Teilen einer Feuerqualle gehabt, was aber nur an ein paar Stellen merkbar war. In meinem gezielten Blick nach unten schaute ich kaum nach vorn und blickte erschrocken zur Seite und da schwamm die Feuerqualle direkt an mir vorbei und verpasste mir einen kleinen Gruss am Hals.
Nach diesem Ereignis liessen sich die Maedels von Matthew retten und ich schwamm von hier aus so langsam zum Segler zurueck.
Eine Tasse Tee und ein wenig Essig und die Sicht im Hintergrund liessen den Schmerz schnell vergessen. Unser letzter Kurs fuer diese Reise war bereits gesetzt und wir freuten und schon darauf.
Den Anker gesetzt, lagen wir vor einer einsamen Insel mitten in einer kleinen Bucht. Eingeschlossen von einigen, grossen Felsen war der Strand gerade mal 10m breit und von einigen Palmen bedeckt. Die Handtuecher ausgelegt genossen wir zunaechst die Aussicht auf den gruenen Huegel rechts neben uns und dem tiefblauen Meer, mit dem geanktertem Segler, links neben uns. Kurze Zeit spaeter machten wir uns auf zu unserem letzten Schorchelkurz auf diesem Segeltrip. Segeltour mit Ron of Argyll bei den Whitesundays - Jessyund ich beim Schorcheln
Im Hintergrund sah man sich so langsam das Beiboot und Matthew naehern und wir setzten wieder zum Segler zurueck, verliessen unseren kleinen Strand. Ein weiteres und zugleich letztes Mittagsmahl nahmen wir zu uns.
Alle Segel gesetzt und die Heimreise wurde eingelauetet. Mit ordentlichem Tempo (18 Knoten) segelten wir davon und Airlie Beach entgegen. Dabei wurden so einige Fotos von dem Segelschiff gemacht, welches mit grossen weissen Segeln an einigen anderen Booten vorbeisegelte. Wir lagen alle zusammen am Deck, die meisten sonnten sich die letzten Stunden auf der Heimreise. Einige Sassen bei Matthew und unterhielten ihn, wobei er mit stolz geschwellter Brust sein kleines Schiffchen gen Hafen steuerte.   Die Ronald of Argyll
Nach nicht mal zwei Stunden sahen wir schon Airlie Beach, blieben aber zunaechst unter vollen Segeln. Ein wenig weiter holten Chrissi und Mad (die beiden Skipper) die Segel solangsam ein und verpackten diese gut. Kurz vorm Hafen machten wir noch einen kleinen Stop und Matthew erzaehlte uns noch so einiges, auch ueber noch anstehenden Touren und bedankte sich bei uns fuer die gute Reise, dabei haben wir ihm dafuer zu Danken! Um den ganzen einen runden Abschluss zu geben lud er uns noch fuer den Abend in eine Bar ein, in der er einen Tisch reserviert hatte. Leider konnten Jessy und ich dieser Einladung nicht nachkommen, da wir nachdem Anlegen direkt weiter nach Townsville mussten. Kurze Zeit spaeter ankerten wir sicher im Hafen und verabschiedeten uns von allen. Auch hier moechte ich nochmal kurz sagen, dass es eine sehr schoene Reise war und das wir jederzeit wieder mit Maddy und seiner Crew segeln wuerden. Vielen Dank auch an die anderen Teilnehmer fuer die tollen Tage. So verliessen wir am Hafen in Arilie Beach die Ron Of Argyll und eine unvergessliche Segelreise… ;-)
Doch der Tag war noch nicht vorbei. Nachdem wir das Auto erreicht hatten, machten wir uns auf dem Weg nach Townsville (260km) und es war bereits 17 Uhr. Problematisch wird es hier immer, wenn die Sonne untergeht, da die Kaenguruhs danach wieder anfangen ueber die Strasse zu huepfen und des oefteren vorm Auto stehen bleiben und das ist nach 19 Uhr. Also Tempomat rein und gib ihm, aber mehr als 100km/h war ja mal wieder nicht drinn, wie wir das mochten. Dem Hostel in Townsville hatten wir schon vor einiger Zeit bescheid gegeben, dass wir erst gegen 20 Uhr da sind.
Auf dem Highway 1 war mal wieder kein Verkehr und wir fuehren gemuetlich unserem Ziel entgegen. Weit und breit um uns rum war nichts zu sehen, wie immer halt. Ein paar Kilometer weiter fuehren wir auf eine Bruecke zu, was zunaechst nichts besonderes sein sollte, aber die Bruecke war nicht gerade kurz. Sie fuehrte uber einen Megabreiten Fluss, Schaetzungsweise 400 – 500 m breit. Es hatte ein wenig was davon, als wuerde man den Amazonas ueberqueren, echt krass. Die Bruecke hatte mehrere nacheinander folgende Dreieckstraeger, die mit den Laengstragern verbunden waren. Die Enden waren nur knapp ueber der Fahrbahn, so dass die LKW`s beim ueberqueren, kurz vor diesen Traegern immer ein wenig auf die andere Fahrbahn ausweichen mussten, ueber unter herfahren zu koennen.
Am Horizont sahen wir auch so langsam das befuerchtete Schauspiel, die Sonne ging unter. Kurz vorm entgueltigen Sonnenuntergang durchquerten wir noch eine kleine Stadt und hatten so gluecklicherweise noch ein wenig Verkehr vor uns.
Nach der Stadt hatten wir ein Auto vor uns und einen Jeep hinter uns, dieser ueberholte uns noch auf der Ueberholspur. Aber nachdem es Dunkel war, liess er den Wagen vor sich dem Vortritt und ueberholte auch nicht mehr. So fuehren wir in einer dreier Kollone Richtung Townsville und der Typ vor uns hatte die schlechte Karte gezogen.
Es blieb aber ruhig auf der Fahrt und wir wurden von keinem Kaenguruh ueberrascht.
In Townsville hatten wir relativ schnell die Strasse gefunden, an dem dass Hostel sein sollte und waren um 19:30 Uhr dort. So parkten wir den Wagen an der Strasse und machten uns zu Fuss auf die Suche nach der Hausnummer 46. Wir liefen die Strasse zwei mal auf und ab, aber fanden das Hostel “Globetrotters” nicht, was natuerlich auch daran lag, dass kaum Hausnummern zu finden waren. In einem Kiosk fragten wir dann nach dem Hostel und sie sagte uns die Strasse runter auf der rechten Seite. So liefen wir ein weiteres Mal die Strasse auf und ab, ohne Erfolg. Wir fragten in einem Hotel und wieder die gleiche Aussage.
Zunaechst fanden wir auch ein Hostel, aber das falsche. Beim rausgehen, sahen wir dann ein Haus, an dem ganz gross “Globetrotters” dran stand. Leider gab es ein kleines Problem, dass Haus war mitten in einer Riesenbaustelle. So liefen wir mehrmals drum rum und an einem anderen Hostel vorbei, was wir aber zunaechst fuer dieses hielten, aber nicht dort rein wollten, da es einen 5m hohen Zaun zur Strasse hatte.
Nach diesen ganzen Fehlschlaegen gingen wir doch hinein und was sahen wir beim Hineingehen fuer ein Schild, natuerlich eins wo dran stand: “Accomodation for Men”. Und so schauten die Maenner da drinn auch, als wir reinkamen, und ich Jessy im Schlepptau hatten. Wie Autos. Der Typ an der Rezeption war schon Krass. Seine Katze lag vor ihm und mitten auf dem Tresen. Wir fragten ihn nach dem Hostel und er antwortete: “Ach das, dass wird gerade abgerissen”… ???
Er meinte allerdings das alte Gebaeude, welches wir gesehen hatten, es ist umgezogen, einen Kilometer weiter auf der anderen Seite des Hafens, sagte er uns noch. Super, dass uns dass uberhaupt irgendjemand sagen konnte. So fuehren wir zu der neuen Adresse, es war mittlerweile 20:20 Uhr und natuerlich war das Hostel geschlossen und kein Schwein mehr dort. Da standen wir mitten in Townville mit unserem Auto und voller Salzwasser von unserer Segeltour ohne Unterkunft.
Im Linely Planet stand noch ein Hotel inne, welches wir danach suchten. Laut dem Loneley Planet, sollte es sehr guenstig sein. Nachdem wir eine weitere Stunde durch die Stadt gingen, auf der Suche nach der Adresse, fanden wir es dann endlich auch. Es war eine sehr gefragte Kneipe mit Livemusik und ein Stockwerk hoeher waren die Hotelzimmer. So fragten wir an der Theke und bekamen zum Glueck noch ein Zimmer fuer die Nacht.
Wir wollen jetzt aber nicht ueber den Zustand des, vor allen guenstigen, Hotels sprechen. Ich sag mal so, es war ok, aber sehr alt und erinnerte eher an ein Gebaeude aus einem Western.
Nach einer Dusche war nur noch Zeit fuer eine Kleinigkeit bei der Fastfood- Kette mit dem Goldenen M, bevor wir tot ins Bett fielen.
Das waren 3 Tage Segeltour und sie waren sehr Erlebnisreich, wir ihr lesen koennt. Nun sitzen wir gerade hier in Mission Beach auf der Terrasse, aber den heutigen Blogeintrag gibts erst Morgen. Ich muss ja auch mal irgendwann ins Bett :-)

Diese Nacht fanden wir irgendwie keinen Schlaf. Jessy war zwischen 3 und 5 Uhr kaum am schlafen und ich wurde zwischendurch immer wieder wach. Mag vielleicht an der Klimaanlage gelegen haben, die sich anhoerte wie ein Traktor und wenn sie sich abschaltete, dann nur fuer 5 Minuten um danach wieder mit lautem Getoesse anzuspringen. Wir fanden keine Moeglichkeit diese gaenzlich abzuschalten.
Nun waren wir ja wach und es war kurz nach 8 Uhr und was fiel uns auf, die Klimaanlage war aus. Diese ist mit einer Schaltzeituhr versehen, ungluecklicherweise nutzten wir die Chance fuer eine weitere Stunde schlaf, obwohl wir doch so frueh los wollten. Also ging es erst um 9 Uhr aus den Federn.
Erster Stop nochmals am Check- Inn fuers Segelschiff zum Anprobieren der Wet Suits. Schliesslich wollen wir ja auch im offenen Meer schwimmen gehen und nicht unbedingt sehr engen Kontakt mit den Portogisischen Galleren pflegen und dagegen sollen diese Dinger ja sehr hilfreich sein.
Kurze Zeit spaeter waren wir mit voller Vorfreude auf dem Weg zum Info- Center. Wir wollten uns informieren, ob der Eugenella Nationalpark befahrbar ist oder noch unter Wasser steht. Ausserdem soll es dort schoene Wasserfaelle geben, bei denen man Schwimmen kann. Dies wollten wir ebenfalls unbedingt machen, leider war der Weg zu den Wasserfaellen nur ueber eine Schotterpiste moeglich, die nach starken Regenfaellen nicht befahrbar ist, daher wollten wir uns auch darueber im Info- Center informieren und sicherstellen, dass wir den Weg dorthin nicht umsonst machen. Die Nette Frau rief gleich in Mackay bei der Info an, die Frau an der anderen Seite sagte, sie wuerde sich informieren, dass wuerde einen Moment dauern. Kurze Zeit spaeter bekamen wir dann die Info, dass wieder alles in Ordnung ist und die Wege befahrbar sind. Na super dachten wir uns, gingen zurueck zum Auto und fuehren direkt los.
Mit den tollen Strassenkarten allerdings war das wieder so eine Sache. Wir wussten nicht genau, welche Abzweigung wir vom Highway 1 nehmen sollten und fuehren dann an der richtigen vorbei. Die Schilder haengen hier nicht 500m vor der Abfahrt (dass waere ja zu einfach), sondern es sind kleine Strassenschilder auf denen Informationen stehen, die gegenueber der Abfahrt haengen, also wirklich super gemacht :-)
Nach einem schicken Wendemanoever auf dem Highway befanden wir uns dann auch auf der richtigen Strasse, dachten wir zumindest. Jessy sagte noch, die Strasse ist ja ganz gut. Bis wir ein paar Augenblicke an der ersten einspurigen Bruecke ankamen und dort sahen, wir mehrere Bauarbeiter und ein Bagger versuchten diese freizuraeumen. Nur sehr langsam konnten wir diese Bruecke ueberqueren.
An der naechsten Abzweigung war der Eugenella Park wieder ausgeschildert und wir folgten dem Hinweis. Ein paar Kilometer weiter fiel Jessy allerdings auf, dass die Strasse auf der wir uns befanden, garnicht in der Karte eingezeichnet war. Weder in der grossen noch in der kleinen Karte. Naja, was solls dachten wir uns und fuehren weiter und die Strasse wurde enger und enger  Ein wenig spaeter wurde aus der zweispurigen Strasse auf einmal eine einspurige Strasse, die hin und wider mal zwei Spuren hatte und sie schlaengelte sich auf einmal durch die Zuckerrohrfelder. Es ging ueber Huegel hin weg und eine Kurve folgte der naechsten. Somit konnte man natuerlich auch nicht sehen, ob da nun Verkehr anrauscht oder nicht. Die Strasse war uebrigens immer noch mit 100 freigegeben und wir hofften nur darauf, dass die Australierer nicht nach dem Motto fahren “Gestern kam da auch keiner”.
Nach diesem durcheinander waren wir 3km vor dem Carpark zu den Wasserfaellen entfernt. An dem Zubringer standen einige Haeuser, die bis vor kurzem unter Wasser gestanden haben muessen. So befanden sich jedenfalls Autos davor, bei denen alle Tueren auf waren und die Sitze ausgebaut daneben standen. Eine Frau trug nasse Sachen ins freie und man sah in den Haeusern, wie die meisten Sachen im Obergeschoss standen.
An den Bruecken konnte man ganz gut sehen, dass die Baeche immer noch viel zu viel Wasser tragen und welche Hoehe sie bis vor ein paar Tagen hatten.
Der Zubringer naeherte sich der Schotterstrasse und auf dieser stand, zur Seite geraeumt, ein Schild “Road Closed”. Wir dachten, dass haette man nur nicht weggeraeumt und fuhren weiter. Sahen kurze Zeit spaeter allerdings schon Autos auf der rechten Seite parken und ein paar Meter weiter ein ca. 15m breiten Fluss uber die Strasse fliessen. Baeche verwandeln sich in reissende Fluesse - Eugenella Nationalpark Gezwungenermassen stellten wir unserer Auto hier ebenfalls ab und setzten die Reise zu Fuss fort. Zunaechst war da dieses Baechlein, was nun der besagte Fluss ist, der durchquert werden musste. Ca. 15m breit und 50 – 60cm Tief und mit einer ordentlichen Stroemung. Jessy hatte ungluecklicherweise ihre Schuhe an und durfte diese erstmal ausziehen. Langsam tasteten wir uns zur anderen Seite hervor und mussten aufpassen, dass wir von der Stroemung nicht umgeworfen wurden. Auf der anderen Seite zog Jessy ihre Schuhe wieder an und hinter uns tauchte auf einmal ein Krankenwagen auf. Dieser fuhr hier durch und verschwand dann hinter der naechsten Kuppe wieder, sehr merkwuerdig dachten wir uns. Wir setzten den Weg fort, doch keine 50m weiter, stand schon wieder der naecheste Bach als Fluss auf der Strasse. Jessy durchquerte ihn wieder, waehrend ich noch einen Moment wartete. Da kam uns auch ein Jeep entgegen. Nachdem der Mann mit dem Jeep durch den Fluss gefahren war, stieg er aus und fragte mich, wo wir denn hinwollen. Nachdem ich ihn sagte zu den Wasserfaellen, antwortete er nur “Alle Wege sind gesperrt”. Ich unterhielt mich noch ein wenig mit ihm und wir sprachen ueber unseren Urlaub, na und man soll es nicht glauben, aber als wir ihm von unserer anstehenden Segeltour erzaehlten, sagte er, er wurde den Kapitaen kennen und wir sollen ihn gruessen.
Da Jessy und ich es aber noch nicht wahrhaben wollten, dass alle Tracks geschlossen haben sollen, gingen wir weiter. Wieder stand uns ein 15m breiter Fluss im Weg, mit einer noch heftigeren Stroemung. Mit aller Vorsicht durchquerten wir diesen reissenden Fluss und kamen heilfroh auf der anderen Seite an. Ein paar Meter weiter war ein Campingplatz mit einem Informationszentrum. Hier wollten wir erstmal ein paar Informationen einholen. Aber schon am Eingang sahen wir das Schild “Closed”. Ein Blick um die Ecke zeigte dann auch warum, der Platz war weggespuelt und das Informationszentrum ebenfalls. Wir gingen ein paar Meter weiter und wieder wies uns ein Ranger darauf hin, dass alle Wege geschlossen sind. Dies passierte uns danach noch einmal.
So langsam waren wir ueberzeugt und gingen zurueck.
Und da waren wir wieder an dem Campingplatz und sahen schon wieder den Fluss, der in der Zeit, in der wir umherirrten, noch ein wenig angestiegen ist. Etwas mulmig standen wir nun da und ueberlegten, ob wir da wieder rueber kommen und da nahte unsere Rettung von hinten. Der Krankenwagen kam zurueck. Wir wollten ihn vorbei fahren lassen und standen am Strassenrand (wenn man das hier noch so nennen kann). Er hielt neben uns an, machte das Fenster runter und sagte “Springt rein”. Etwas unglaubwuerdig schauten wir ihn an und er wiederholte seine Aufforderung. So oeffneten wir vorsichtig die Tuer und was sahen wir da, noch zwei Gestrandete Touristen im Krankenwagen sitzen. Tuer zu und los gings. Langsam und mit viel Muehe durchquerte der Fahrer den Fluss.   Unsere Rettung, der Krankenwagen - Eugenella NationalparkDer Krankenwagen setzte uns sicher wieder in der Naehe unserer Autos ab. Da wir so ueberrascht waren, kamen wir garnicht dazu zu fragen, weswegen er tatsaechlich hier war. Nachdem wir nun gesehen hatten, dass es keinen Weg zu den Wasserfaellen gab, machten wir uns auf dem Weg auf dem Berg zum eigentlichen National Park. Dorthin unterwegs kam uns ein Schwertranspoert mit einem Bagger entgegen, die wollten wohl gerade anfangen, den ueberfluteten Teil aufzuraeumen.
Die Strasse zu dem eigentlichen National Park fuehrte direkt auf die Spitze des Berges. Mehrere Schilder wiesen einen vor dem Anstieg darauf hin, dass der Weg nicht fuer grosse LKW`s und Gespanne befahrbar sei.
Allerdings waren wir doch beeindruckt, als wir die Strasse im Berg verschwinden sahen und am linken Strassenrand ein riesiges Schild auftauchte, Das nennen wir mal Anstieg  - Eugenella Nationalpark mit schwarzer Schrift auf rotem Grund, auf dem 12% Steigung stand. So fuehren wir doch sehr vorsichtig diesen Berg hinauf. Wir wussten ja nicht, welche Ueberraschung uns hier wieder erwartet.
Nach mehreren Kurven sah man auch schon kleine Wasserfaelle an den Raendern, die kurz vor der Strasse niederprasselten. Doch der Weg war frei und wir kamen gut dort oben an.
Hier oben gab es ein weiteres Informationszentrum, wir gleich hin und es war natuerlich geschlossen. Dienstags Ruhetag… Echt klasse.
Wir schnappten uns einen Flyer und machten einen kleinen Walk. Von den Schnabbeltieren, die man hier im Fluss sehen konnte, sah man natuerlich nichts, da dass Wasser nicht klar, sondern durch den vielen Regen, braun war. Wir sahen aber ein paar Schildkroeten und stellten fest, dass auch diese voll auf Weintrauben stehen. Also Nicole, dass scheint keine Ausnahme zu sein :-)
Waehrend wir so im Wald unterwegs waren, hingen an einigen Strecken so nette Schilder wie “Danger – Track Closed” usw.
So blieb uns nur der kleine Erkundungswalk. Am Parkplatz angekommen sahen wir noch ein Familienvan, in dem ein Paerrchen gerade beschaeftigt war und von uns wohl ueberrascht wurde, schande :-)
Enttaeuscht von den Wasserfaellen, die ja nicht erreichbar waren und den Schnabbeltieren, die wir nicht sehen konnten, machten wir uns wieder auf dem Heimweg.
Nach einiger Zeit waren wir wieder auf dem einspurigen Stueck Strasse, welches sich durch die Zuckerrohrfelder schlaengelte. Etwas gelangweilt von der Fahrt schauten wir so nach vorn und da passierte es. Auf einmal kam uns ein roter Pickup mit Anhaenger entgegen. Wir befanden uns noch auf dem einspurigen Stueck Strasse und er auf dem zweispurigem Teil. Ich ging davon aus er wuerde warten und gab Gas, aber Pustekuchen. Der Typ rauschte voellig unbeeindruckt weiter und wich einfach zur Haelfte ins Feld aus und das wohl gemerkt mit Topspeed. Er schoss vielleicht ein paar Zentimeter an uns vorbei. Etwas versteinert schaffte ich noch den Blick in den Rueckspiegel und sah den Haenger hinter dem Fahrzeug nur tanzen, aber nicht fahren. Was fuer ein Erlebniss.
So kamen wir von einem Erlebnissreichen Tag wieder zurueck in Airlie Beach an. Ein Barbecue am Strand beendete den Tag und wir freuen uns auf unseren dreitaegigen Segelturn, der morgen beginnt. Wann ich das naechste mal was schreibe ist also noch ungewiss.

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